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Ostereier als Osterdeko oder als Ostergeschenk


Bemalte Ostereier-Tradition zu Ostern

Das heutige, uns bekannte Ostern wurde ursprünglich als jüdisches Frühlingsfest gefeiert, zur Begrüßung der wieder erwachenden Natur und des aufstrebenden Lichtes. Dafür wurde der 21. März als Frühlingsanfang festgelegt und in all den Jahren am 1. Sonntag nach dem Vollmondsonntag gefeiert.
Die Kirche übernahm diesen Brauch und aufgrund frühchristlicher Deutungen entstand unser beliebtes Osterfest und damit auch zahlreiche regional unterschiedliche Osterrituale.
Eine der längsten Traditionen, in allen Regionen gleich, ist das Ostereier suchen am Ostersonntag. Es hat seinen Ursprung in der früher üblichen Steuerabgabe der Bauern an den Grundbesitzer. Schlachtvieh und Getreide reichten oft nicht aus, um die Steuerschuld zu begleichen, deshalb gewannen Eier eine zunehmende Bedeutung. Um die Abgabeanzahl zu verringern, wurden einzelne Eier besonders gestaltet, was besonderen Anklang beim Gutsherren fand.

Die Legende zum Ostereier verstecken

Aufgrund dieser Anerkennung entwickelte sich der Wunsch, lieben Menschen Ostern ein so schön gestaltetes Ei zu schenken und damit Dankbarkeit und Nächstenliebe auszudrücken. Dies gefiel aber den Herrschenden nicht, da sie sich um ihren Zins gebracht sahen und verboten unter Androhung von Strafe das Verschenken bemalter Eier. Um den angedrohten Strafen zu entgehen, wurden diese besonderen Eier ab sofort versteckt, daher stammt der Brauch, bemalte Ostereier zu suchen.
Warum Eier?
Da das Ei selbst ein Symbol der Fruchtbarkeit und des Lebens ist, wurde es zum Mythos. Es ist eine geschlossene Hülle ohne Anfang und Ende, aus welcher trotzdem Leben entstehen kann. Deshalb wurde auch bei Bestattungen stets ein Ei beigelegt, um die spätere Auferstehung zu ermöglichen. Die Farbe Rot als Bemalung, spielt dabei als Farbsymbol eine Hauptrolle. Sie vermittelt Lebensfreude, Liebe und Kraft, aber auch Magie und Wärme. In der christlichen Geschichte ist sie Sinnbild für den Opfertod Christi sowie als Kult – und Opfergabe.

Variationen und Symbolik auf den Ostereier

Bemalte Ostereier gibt es in vielen Varianten. Dabei spielt Größe und Material eine unwesentliche Rolle. Ausgeblasene Eier, ob Hühner – Enten – Gänse - oder Straußeneier, Holz – oder Plastikeier können kunstvoll verziert werden. Handbemalte Ostereier spiegeln in Farbgebung und Motivgestaltung Wünsche für den so Beschenkten und Status des Schenkenden wider. Neben der Hauptfarbe rot, steht grün für Hoffnung, Glück, Ruhe und Harmonie, weiß für Reinheit, orange für Kraft und Ausdauer, gelb für Licht und Sonne, gold für Prunk. Die Farbe blau zeugt dagegen von Unglück und Kälte. Handbemalte Ostereier erhalten durch aufgetragene Motive noch eine besondere Bedeutung. Endlose Linien wünschen ewiges Leben, Sonne und Sterne Leben, Wachstum und Glück, Sonnenstrahlen sollen Wärme und Licht bringen, während Dreiecke für beispielsweise für Luft, Wasser, Himmel, Erde und Familie stehen. Pflanzen, Bäume als auch der Hahn sind Motive für Gesundheit, Liebe, Wohlwollen und Fruchtbarkeit.

Ostereier bemalen: die Technik

Für eine schöne Osterdeko bieten sich aber auch noch andere Techniken zur künstlerischen Gestaltung der Ostereier an. Bei den besonders kunstvoll gestalteten Ostereiern kommen in der sorbischen Tradition besonders die Kratz- und 3 Wachstechniken (Bossiertechnik – sowie Wachsreservetechnik ein - und mehrfarbig) zur Anwendung, sehr aufwendige und materialintensive Gestaltungsmöglichkeiten, bei denen sich Fehler nur schwer korrigieren lassen. Für die Kratztechnik wird das Ei als erstes eingefärbt, am besten mit Stoff – oder Batikfarbe, gut trocknen lassen, danach mit Hilfe eines spitzen Gegenstandes die gewünschten Motive einritzen und mit Speck oder Öl einreiben, um einen schönen Glanz zu erhalten. Bei der Wachsbossiertechnik werden Buntwachsstifte mit Bienenwachs benötigt, über einer Kerzenflamme geschmolzen und mit dem Kopf einer Stecknadel übertragen. Die Wachsreservetechnik basiert auf der gleichen Grundlage wie das bossieren. Motive werden mit warmen Wachs aufgebracht, das Ei wird aber danach mit Ostereierfarbe gefärbt. Anschließend werden die Wachspunkte entfernt und das Muster wird sichtbar. Eine Osterdeko mit Kindern sollte sich aber auf die einfachen Gestaltungsmöglichkeiten, wie bemalen, marmorieren, bekleben oder auch Serviettentechnik beschränken, da Ergebnisse schnell sichtbar werden und Freude bringen.

Bemalte Straußeneier - neuer Trend in der Osterdekoration

Ein neuer Trend bei der Verwendung dieser alten Techniken sind Straußeneier anstelle von Hühnereiern oder Enteneier. Straußeneier sind mit 15 cm Höhe und 12 cm Breite die größten Vogeleier, die es gibt. Ihre Schale hat eine Dicke von 2-3 mm. Wenn zu Ostern die Osterdekoration einmal anders ausfallen soll, als im Jahr zuvor, sind bemalte Straußeneier ein heißer Tipp. Selbstverständlich können diese Eier auch mit den anderen Techniken bearbeitet werden, sei es nun Färben, Bemalen mit Tusche oder Stiften, oder mit der Kratz- oder Ätztechnik. In jedem Fall sind verzierte oder bemalte Straußeneier nicht nur in der Osterzeit ein absolutes Highlight. Das gesamte Jahr über sind die riesigen Eier überall in Haus und Garten eine ausgefallene Dekoration.

Das verzierte Osterei - Tradition und Überlieferung

Das Osterei – ein Symbol mit jahrhundertealter Tradition. Belege, ein Ei zu schmücken finden sich u.a. schon im alten China und in Ägypten. Es entwickelte sich schon frühzeitig im Dasein der Menschheit das Bedürfnis, Dinge, die eine besondere Rolle spielten, auf irgendeine Art aufzuwerten. Die älteste und einfachste Art, Ostereier zu schmücken, ist das bloße Färben. Neben dem Färben und Bemalen von Eiern zur Osterzeit sind weitere Techniken zum Verzieren wie die Batiktechnik, Bossiertechnik, Wachstechnik oder Marmoriertechnik beliebt.

Symbolbedeutung des Osterei´s

Das Ei steht als Symbol des Ursprungs allen Lebens. Ihm wurden auch magische Kräfte zugeschrieben. Gleichzeitig steht das Ei für Nahrung, ist Symbol für Fruchtbarkeit und Liebesgabe. In der geschichtlichen Entwicklung der Menschheit wurde das Ei auch als Naturalabgabe für Schulden genutzt.
Verzierte Ostereier waren hierbei wertvoller und aufgewertet.

Sorbische Ostereier – kleine Kunstwerke in verschiedenen Techniken

Das Verzieren von Eiern ist Volkskunsttradition. Jedes Volk entwickelte hier seine besondere Wesensart und eigene Formen. Besonders verwurzelt ist das Eierverzieren unter der sorbischen Bevölkerung in der Ober- und Niederlausitz. Üblich sind hier besonders drei Volkskunsttechniken: Die Wachs-, die Kratz- und die Ätztechnik.

Die Wachsreservetechnik

Die Wachstechnik, bzw. Wachsreservetechnik wird am häufigsten für bemalte Ostereier angewandt. Sie ist die älteste Technik und am meisten in der Lausitz verbreitet. Diese Technik entspricht der Batiktechnik in der Textilgestaltung. Mit bis zur Spitze zugeschnittener Gänsefedern in geometrischen Formen und Stecknadelköpfen wird flüssiges Wachs auf die Ostereier in Ornamenten aufgetragen. Der Färbeprozess bringt dann die Motive hervor. Mehrmals wiederholt, entstehen so mehrfarbige sorbische Ostereier. Das aufgetragene Wachs verhindert, dass sich an diesen Stellen die Eier färben. Zum Abschluss muss das Wachs wieder entfernt werden. Dazu werden bemalte Ostereier an einer Flamme langsam gedreht und das abschmelzende Wachs mit einem Läppchen oder Zellstofftuch abgewischt. Die Motivgebung für das Osterei wird meist symmetrisch ausgeführt.
Rohe Eier lassen sich vor dem Färben ausblasen. Die Löcher können mit Wachs verschlossen werden.
Die Bossiertechnik ist zeitsparender als die Wachstechnik. Im Gegensatz hierzu wird farbiges Wachs aufgetragen. Die Färbungen und die Wachsentfernung entfallen. Die Bossiertechnik hat sich aus der Batiktechnik entwickelt.

Die Kratztechnik

Die Kratztechnik wird häufig noch um Hoyerswerda und der Niederlausitz ausgeführt. Hierfür werden die Ostereier kräftig eingefärbt. Geeignet sind besonders Textilfarben, die sich beim Kratzen nicht abgreifen. Mit spitzen Gegenständen wie Messer, Dreikantfeile oder Spiralbohrer werden die Motive eingeritzt, dabei wird an diesen Stellen die Farbschicht abgetragen.

Die Ätztechnik

Kaum noch verbreitet ist die Ätztechnik, was wohl auch daran liegt, dass der Umgang mit der Säure nicht ganz ungefährlich ist. Hierzu wird ein einfacher Federhalter mit spitzer Feder und verdünnte Säure benötigt. Die Ostereier sollten nicht so stark eingefärbt sein damit der Ätzvorgang einfacher auszuführen ist. Die geätzten Stellen erscheinen weiß.
Immer wiederkehrende Motive mit Bedeutung
Auf den Ostereiern der Sorben finden sich alle Formen des Ornamentes – geometrisch, stilisiert und naturalistisch.
Die Motive enthalten immer wiederkehrende Symbolhaftigkeit – Striche als Sonne, Halbsonne oder Strahlenbündel stehen für die Quelle des Lichtes, Drei Punkte oder Dreieck für die Dreieinigkeit, kleine Dreiecke symbolisieren Schutz vor Bösem oder auch in Verbindung mit dem Kreis geschützter Hof. Viele dieser aufgetragenen Motive haben ihre entsprechende Bedeutung.
Zum Verzieren können verschiedene Eier verwendet werden wie Hühner-, Enten-, Gänse- oder Wachteleier. Auch Straußeneier wurden bereits mit sorbischen Motiven verziert.